Kiel/Lübeck. DIE LINKE kritisiert die Ankündigung der Landesregierung, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) verkaufen zu wollen. Damit würde sowohl die regionale Medizinerausbildung als auch eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Lübeck ohne Not zur Disposition gestellt.
„Die Konsequenzen tragen wieder einmal Studierende, Patienten und Beschäftigte“, sagt Antje Jansen, sozialpolitische Sprecherin der LINKEN. „Um einer Privatisierung zu entgehen und ihre Arbeitsplätze zu retten hat sich die Belegschaft erst vor Kurzem auf große Zugeständnisse eingelassen. Und jetzt steht trotz anders lautender Versprechen doch die Privatisierung ins Haus.“
Die Ankündigung Wolfgang Kubickis (FDP), Entscheidungen würden erst im Mai getroffen, müssten eher als Bestätigung denn als Dementi des Verkaufsvorhabens verstanden werden.
„Zumal Finanzminister Wiegard (CDU) bereits offensiv nach Interessenten sucht“, so Jansen. „Erst saniert man die UKSH auf dem Rücken der Angestellten, dann wird gewinnbringend an private Investoren verkauft. So hat die Landesregierung kaum noch Einfluss auf die pflegerischen Standards oder die Sicherung der Arbeitsplätze.“
DIE LINKE kündigt an, sich aktiv in die Verhinderung der Privatisierung einzubringen.