27. April 2010

Ellen Streitbörger zur Schulgesetzänderung: „Das vorgelegte Gesetz verbreitet Siebziger Jahre-Mief. Gemeinschaftsschule muss Regelschule werden.“

Kiel. DIE LINKE kritisiert den vorgelegten Gesetzesentwurf als rückwärtsgewandt und Verschlechterung der Chancen von Schülerinnen und Schülern auf gemeinsames Lernen. Die geplante „äußere Differenzierung“ an den Regional- und Gemeinschaftsschulen bedeute die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem der siebziger Jahre und werde vom Bildungsministerium als „Novelle“ verkauft.

„Der Wille der Eltern ist an den Anmeldezahlen für die Gemeinschaftsschulen deutlich abzulesen. Minister Klug ignoriert diese Abstimmung mit den Füßen und versucht, durch Einzelregelungen die Struktur der längst überholten Dreigliedrigkeit durch die Hintertür wieder zu verankern“, sagt Ellen Streitbörger, bildungspolitische Sprecherin der LINKEN Landtagsfraktion. „Statt durch die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 Kosten und weiteres Chaos an den Gymnasien zu produzieren, sollten die Gemeinschaftsschulen personell und finanziell besser ausgestattet werden. Aus pädagogischer Sicht muss die Gemeinschaftsschule zukünftig alleinige Regelschule werden.“