Kiel. DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag spricht sich für den Ausbau des
Freiwilligen Ökologischen Jahres aus und tritt damit Plänen entgegen, die Mittelkürzungen und
weitere Verschlechterungen der Bedingungen bewirken.
"Die Kürzung der Landesmittel für das FÖJ von 1,3 Mio. Euro auf nur noch 800.000 Euro bedeuten
einen herben Rückschritt. Was als sinnvoller Freiwilligendienst für viele junge Menschen begonnen
hat, droht zum Selbstbedienungstopf zu werden", so Ranka Prante, umweltpolitische Sprecherin der LINKEN. "Auf der einen Seite werden ohne mit der Wimper zu zucken 2,5 Mio. Euro für ein
unausgereiftes und ökologisch bedenkliches Flughafen-Konzept Lübeck-Blankensee locker
gemacht, und auf der anderen Seite werden die Mittel für das FÖJ um fast 40% gekürzt. Soziale
Aspekte und Ökologie in den Hintergrund zu stellen, hat bei dieser Landesregierung System."
Sowohl aus ökologischer als auch aus bildungs- und sozialpolitischer Sicht seien die geplanten
Verschlechterungen der Bedingungen für das FÖJ nicht hinnehmbar. Einerseits würde von jungen
Menschen immer mehr Eigeninitiative erwartet, andererseits kappe man gleichzeitig den Zugang zu diesem freiwilligen Engagement. "Wir müssen mehr statt weniger Stellen schaffen; wir müssen
mehr statt weniger Geld investieren; wir müssen die Vergütung erhöhen und damit die FÖJler auch finanziell auf eigene Beine stellen", so Prante weiter, "das wären sinnvolle und nachhaltige
ökologische Maßnahmen. Nicht die stetige Demontage des FÖJ."