Kiel. Die Fraktion DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag fordert eine Bundesrastinitiative der Landesregierung für die Nachbesserung des Erneuerbare Energien-Gesetzes.
Hintergrund sind Medienberichte, nach denen der verstärkte Anbau der Energiepflanze Mais in Schleswig-Holstein zu einer regelrechten Wildschweinplage führt, die Bauern, Jäger und Naturschützer auf den Plan ruft.
„Wir brauchen endlich umsetzungsfähige Regelungen und Anreize im EEG, die eine vorrangige Verwendung aus Reststoffen der Landwirtschaft und Landwirtschaftpflege sicherstellen“, betont Ranka Prante, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Schleswig-Holsteinischen Landtag. „Momentan wird eine umweltverträgliche Lösung durch Untätigkeit der Landesregierung zerstört und die unterschiedlichen Interessensvertreter werden gegeneinander aufgehetzt“, so Prante weiter.
In Schleswig-Holstein wird auf 184.000 Hektar Maisanbau betrieben. Etwa ein Drittel der Ernte ist für die vom EEG geförderten Biogasanlagen bestimmt. Dieser verstärkte Maisanbau hat negative Einflüsse auf die Umwelt. Unter anderem bewirkt der verstärkte Anbau von Mais Monokulturen und damit Artenrückgang, zum anderen ist er zugleich eines der Hauptnahrungsmittel von Wildschweinen, die sich daher in diesen großen Anbauflächen niederlassen und stark vermehren.