27. Juli 2010

Ranka Prante zu den Ergebnissen des zweiten „ Gender Rankings“: „Unsere Gesellschaft muss für Frauen gerechter werden!“

Kiel. Die Fraktion DIE LINKE  erneuert ihre  Forderungen nach der sofortigen Einführung  einer verpflichtenden, sanktionsfähigen Frauenquote.Hintergrund ist das zum zweiten Mal durchgeführte „Gender Ranking“ der Heinrich-Böll-Stiftung und der Fernuniversität Hagen.  Es misst den Frauenanteil in den Kommunalparlamenten und Verwaltungsspitzen von 79 deutschen Großstädten.
Innerhalb eines Jahres rutschte Kiel dabei von Platz 43 auf Platz 57 ab.  Lübeck platzierte sich auf den 46. Platz, obwohl es im Jahr zuvor sogar noch Platz vier besetzt hatte.
„Gleichberechtigung braucht unverzüglich eine verpflichtende, sanktionsfähige Frauenquote“, betont Ranka Prante, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Allein ein kurzer Blick auf unsere Regierung untermauert die Ergebnisse des „Gender-Rankings“. Von acht Ministerposten in Schleswig-Holstein, wird nur das Landwirtschaftsministerium von einer Frau geführt“, so Prante weiter. „Ohne eine verpflichtende Quote  mit Sanktionsoptionen wird es nie zu einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Frauen und Männern in Spitzenpositionen kommen. Hier ist der Staat gefragt, denn dieser hat die im Grundgesetz verankerte Pflicht für die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu sorgen! Unsere Gesellschaft muss einfach für Frauen gerechter werden!“