Kiel. Nach dem Missbrauch des „Ein-Euro-Projektes“ der AWO Haushaltsbetreuung in Neumünster fordert DIE LINKE eine Umwandlung aller „Ein-Euro-Jobs“ in Schleswig-Holstein zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen. Zwar stünden die sozialen Einrichtungen des Landes und der Kommunen durch die drastischen Einsparmaßnahmen der letzten Jahre unter massivem Druck. Aber auch das dürfe nicht dazu führen, dass Menschen ausgebeutet und so genannte Ein-Euro-Jobber zu Lasten regulärer Arbeitsplätze eingesetzt werden.
„Wenn schon bei einem seriösen Wohlfahrtsverband wie der AWO nicht alles mit rechten Dingen zugeht, wie wird es dann erst bei den anderen Sozialträgern im Land aussehen?“, fragt Antje Jansen, sozialpolitische Sprecherin. „Wir hatten von Anfang an die Befürchtung, dass reguläre Arbeitskräfte durch die Ein-Euro-Jobs ersetzt werden. Der AWO-Fall hat unsere Befürchtung bestätigt. Ein-Euro-Jobs haben sich als ungeeignetes Mittel erwiesen, um Menschen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Stattdessen werden reguläre Arbeitsplätz gefährdet. Deshalb fordern wir, die Ein-Euro-Jobs kurzfristig in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umzuwandeln.“