31. Mai 2010

Ranka Prante fordert den Abbau prekärer Beschäftigungsverhältnisse: „Arbeit darf nicht krankmachen.“

Kiel. DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag erneuert ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Hintergrund ist der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse, die nun veröffentlicht wurde. DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, die Möglichkeiten prekärer Beschäftigungsverhältnisse in Schleswig-Holstein so weit einzuschränken, dass sie für ausbeuterische Unternehmen zunehmend an Attraktivität verlieren.
Hintergrund sind Medienberichte, nach denen die zunehmenden Belastungen am Arbeitsplatz zu erheblichen Stressreaktionen wie Rückenschmerzen und Schlafstörungen führen und für einen starken Anstieg der psychischen Erkrankungen sorgen. „Arbeit darf nicht krank machen. Sie muss ein auskömmliches Leben gewährleisten und darf den Menschen nicht zerstören“, fordert Ranka Prante, Abgeordnete der LINKEN. „In der heutigen Zeit sind die psychischen und körperlichen Belastungen hoch, die Arbeitszeiten zu lang und zu wenig planbar. Hinzu kommt in den Zeiten der Wirtschaftskrise das Bangen um den Job bei möglichen Fehlzeiten durch Erkrankungen.“ Angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise sei die Schaffung existenzsichernder, fester Arbeitsplätze notwendig, bei denen die Beschäftigten die Arbeitszeiten in Absprache und nach den betrieblichen Erfordernissen mit gestalten können. „Der Mensch ist mehr als das, was er produziert. Diese Bedürfnisse müssen wieder vermehrt in den Mittelpunkt gerückt werden. Es darf zukünftig in Schleswig-Holstein nur noch sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Tarifbindung geben“ so Prante.