Wedel. Antje Jansen, Abgeordnete der LINKEN im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin der linken Bundestagfraktion und die Wedeler Ratsfrau Astrid Sawatzky, sowie der Kreissprecher der LINKEN in Pinneberg Klaus-Dieter Brügmann trafen sich heute mit Vertreterinnen des Frauenhauses in Wedel.
Hintergrund sind die enormen Kürzungen der Fördermittel für die Frauenhäuser in Schleswig-Holstein durch die Landesregierung. Insbesondere das Frauenhaus Wedel ist massiv betroffen, da es ab 2012 keinerlei Förderung mehr aus öffentlichen Mitteln des Landes Schleswig-Holstein erhalten soll. Den Vorstandsfrauen des Trägervereins Frauen helfen Frauen e. V., des Fördervereins für das Frauenhaus Wedel e. V. sowie die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses war es allerdings gelungen durch Spenden knapp 100.000 Euro in nur 4 Monaten zur Rettung des Frauenhauses zu sammeln.
„Ziel muss es sein das Frauenhaus Wedel wieder in die Förderung über Landesmittel aufzunehmen. Die Spenden durch Firmen, kommunale Unternehmen, Initiativen verschiedener sozialer Einrichtungen, Kirchengemeinden, Gewerkschaften, Parteien und besonders die wedeler Bevölkerung zeigt, wie wichtig das Bestehen des Frauenhauses genommen und natürlich ist die große Unterstützung sehr erfreulich. Eine langfristige Finanzierung über Spendengelder wird aber kaum möglich sein“, äußerte sich Antje Jansen zur Finanzierung des Frauenhauses Wedel.
„Frauen, die von Misshandlung und Gewalt betroffen sind, suchen aus Sicherheitsgründen ein Frauenhaus außerhalb ihres Wohnortes. Die unbürokratische Aufnahme von Frauen, unabhängig aus welchem Bundesland sie kommen, ist daher sehr wichtig. Ich setze mich im Bundestag zusammen mit meiner Fraktion schon seit langem für eine bundeseinheitliche Finanzierung von Frauenhäusern ein. Frauenhäuser sind das wichtigste Angebot für von Gewalt betroffene Frauen und müssen so unbedingt erhalten und gefördert werden“, erklärte Cornelia Möhring abschließend.