Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Es sind die Familien, die der Baustein unserer Gesellschaft in unserem Land sind, sie sind ein Teil von dem Fundament für unsere Zukunft. Darum ist der Schritt hin zu einer Gleichstellung eingetragener gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit den Hetero-Ehen begrüßenswert.
Ich möchte es noch mal klarstellen: Es geht hier um die Familie, nicht um die sexuelle Orientierung, es geht um ein Vorleben von dauerhafter Verantwortung für einander und miteinander.
Es kann nicht sein, dass wir unseren Kindern Toleranz predigen, aber nicht in der Lage sind, die unterschiedlichen Lebensentwürfe zu akzeptieren. Akzeptieren und so anzuerkennen.
Die eingetragenen Lebenspartnerschaften besitzen deutlich weniger Rechte als die heterosexuelle Ehe. Es kann nicht sein, dass im öffentlichen Dienst die betriebliche Hinterbliebenenversorgung für die gleichgeschlechtlichen Ehen nicht greift.
Im Einkommenssteuer-, Erbschafts- und ich gehe noch ein Stück weiter: im Adoptionsrecht werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert. Die Gleichstellung muss hier recht-lich vollzogen werden. Denn eine eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft hat die gleichen Grundgedanken wie eine Hetero-Ehe. Es ist ein Zusammenschluss von Menschen, die – wie es so schön heißt – „bis der Tod euch scheidet“, zusammen leben wollen.
Darum unterstützen wir den Antrag der Grünen Fraktion und hoffen, dass er ein erster Schritt zur vollkommenen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Ehen gegenüber den Hetero-Ehen ist.
Danke schön.