17. Juni 2010

Ranka Prante gegen Homophobie

Frau Präsident, Herr Präsident, meine Damen und Herren,

in den letzten 12 Jahren schien es, dass die Akzeptanz gegen über Homosexuellen gestiegen sei. Doch besonders in den letzten 2 Jahren ist eine Gegenbewegung zu erkennen. Die Lehrergewerkschaft GEW schlägt Alarm. „Schwul“ ist nicht, wie der Antrag ausführt „wieder eines der stärksten Schimpfwörter geworden“, sondern Begriffe wie „Schwuchtel“ und „schwul“ sind die am meisten- ich wiederhole-die am meisten benutzten Schimpfwörter auf unseren Schulhöfen. Eine Umfrage des Institutes iconKids & youth hat ergeben, dass 2/3 aller Schüler Schwule und Lesben Zitat: „überhaupt nicht gut“ finden. Der vorliegende Antrag ist ein Schritte Homophobie entgegen zu treten.

Zwar gibt es bereits vereinzelte Projekte gegen Homophobie z.B. der 17 Mai.
Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheits-organisation (WHO) das  Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen ist. Darauf hin wurde der 17. Mai zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen, doch es fehlt ein Gesamtkonzept. Ein Gesamtkonzept gegen die die Ausgrenzung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- oder intersexuellen Menschen. Homophobie darf nicht länger als Randerscheinung in unserer Gesellschaft angesehen werden.  Es darf nicht sein das sich Menschen wegen ihrer Homo-Bi –Trans- oder Intersexueller Neigung verstecken müssen.

Es ist für viele noch immer ein Tabuthema und dass im 21 Jahrhundert. Besonders schwierig ist es für Jugendliche in der Pubertät, damit klar zu kommen, der  so genannten Norm nicht zu entsprechen; anders zu sein. Denn, wenn sie sich outen, werden sie zu  Opfer von Hohn und Spott sie werden von der Gesellschaft zu  Außenseiter gemacht. Unter Gleichaltrigen müssen sie Angst haben am Rande zu stehen. Dieses kann und darf nicht sein.

Nach dem Grundgesetz sind wir alle gleich, doch dieses muss in den Köpfen vieler  Menschen leider noch durch Aufklärung  gefestigt werden. Wir brauchen eine bessere Aufklärung und Unterstützung in dem Bereich. Damit nicht noch mehr Menschen wegen ihrer Homo-Bi –Trans- oder Intersexueller Neigung diskriminiert werden. 2007 erstellte die Berliner Beratungsstelle für Opfer homophober Gewalt „Maneo“ eine Studie, bei der 23.000 Personen befragt worden. Bei homosexuellen Jugendlichen unter 18 Jahren gaben 63% an in einem zurückliegenden Zeitraum von 12 Monaten Gewalt erfahren zu haben, in der Gesamtgruppe gaben dies immer noch 35% an. Lediglich 10-15% der Übergriffe werden und wurden zur Anzeige gebracht. Umso wichtiger ist es, dass die Fälle, die überhaupt zur Anzeige gelangen, statistisch als homophober Übergriff erfasst werden. Die Anregung in dem vorliegenden Antrag, eine Bundesratsinitiative für einen Aktionsplan gegen Homophobie auszuarbeiten, begrüßen wir ausdrücklich, jedoch befürchten wir, dass sich die Landesregierung und die schwarz-gelb-regierten Länder genauso ablehnend verhalten, wie bei der Gesetzesvorlage zur Verankerung der sexuellen Identität im Grundgesetz. Die Fraktion Die Linke wird jegliche Schritte zur Bekämpfung von Homophobie und zur Schaffung von Akzeptanz und Toleranz unterstützen und somit auch diesen Antrag.

Danke