26. August 2011

Über(das)Leben im Krankenhaus - Protest vor dem Landeshaus

Gerecht geht anders! Gesundheit ist kein Ware!

Protest aus der Not heraus- Nix geht mehr
Antje Jansen spricht für die Beschäftigten
Die Sachlage richtig erkannt und kreativ umgesetzt
Man sieht sich, auch Politiker werden krank

DIE LINKE Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein steht nicht nur mit einem Kaffeestand solidarisch an der Seite der Krankenhausbeschäftigten, sondern sie hat zur heutigen Plenarsitzung einen Antrag eingebracht:
Die mit dem Personal- und Stellenabbau einhergehende Arbeitsverdichtung ist nicht mehr tragbar. Zudem ist auch die Verteilung von Arbeit auf weniger qualifizierte Kräfte ein großes Problem. Die massive Zunahme von Zeit- und Leiharbeit führt zu weiteren Mehrbelastungen bei der täglichen Arbeit und behindert ein kontinuierliches Arbeiten auf der Station. Unsere Kliniken bluten langsam aus, Kranke werden frühzeitig entlassen.
Die Erwartungshaltung mancher Politiker ist seit Langem widerlegt, Krankenhäuser ließen sich betriebswirtschaftlich so rechnen, dass sie schwarze Zahlen schreiben, ohne dass dies negative Auswirkungen auf Personal und Patienten hätte. Der Druck durch die starre Deckelung
der Krankenhausbudgets und ständige Arbeitsverdichtung muss im Interesse der optimalen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung von den Krankenhausbeschäftigten genommen werden.

• DIE LINKE unterstützt die Forderungen der Beschäftigten und ihrer Betriebs- und Personalräte:

• DIE LINKE fordert die unverzügliche Einführung eines bundeseinheitlichen Basisfallwertes auf dem Niveau des höchsten Wertes in der bisherigen Spreizung.

• DIE LINKE fordert die Refinanzierung der jährlichen Kosten der Krankenhäuser auf der Grundlage des Warenkorbmodells, das sich auf vom statistischen Bundesamt ermittelte statistische Werte stützt.


Der Mensch hat im Mittelpunkt zu stehen, wenn es gilt die beste Therapie zur Linderung von Schmerzen und zur Heilung von Krankheiten zu finden. Das bedeutet aber auch, das die Marktlogik im Gesundheitswesen nichts zu suchen hat. Gesundheit ist ökonomisch betrachtet immer ein Zuschussgeschäft. Profite sind nur möglich, wenn Leistungen für die Patienten streng rationiert werden und die dort Beschäftigten gnadenlos ausgebeutet werden.
Privatisierungen, die immer nur das Ziel haben, Investoren märchenhafte
Renditen zu beschaffen, werden von uns abgelehnt.

Flugblatt der Fraktion zu den Protesten

Zur Rede von Antje Jansen im Plenarsaal auf Youtube

Zur schriftlichen Rede