10.30 Uhr: Anmeldung und Get-together
11-12.30 Uhr: Begrüßung/Einführung
Antje Jansen, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag
Vorstellung der Landestourismusstrategie
Christian Schmidt, Geschäftsführer TASH (TourismusAgenturSchleswig-Holstein)
Einführungsbeiträge Foren
Kornelia Möller (MdB)
Herbert Behrens (MdB)
Finn Petersen (NGG)
12.30-13.30 Uhr Mittagspause
13.30-15.30 Uhr Foren
I. Arbeitsbedingungen im Tourismussektor
Referent_innen:
Finn Petersen (NGG)
Martin Jakobs (Mitarbeiter in der Bundestagsfraktion DIE LINKE)
Moderation: Björn Thoroe (MdL)
II. Die Schleswig-Holsteinische Tourismus-Strategie aus sozial-ökologischer Sicht
Referent_innen:
Kornelia Möller (MdB)
Prof. Ines Cornelsen (Professur für nachhaltigen Tourismus Berlin)
Moderation: Uli Schippels (MdL)
III. Die Auswirkungen der festen Fehmarnbelt- Querung auf den Tourismus
Referent_innen:
Bernd Friedrichs (Betriebsratsvorsitzender Scandlines Deutschland)
Peter Ninnemann (Sprecher „Allianz gegen die feste Fehmarnbelt-Querung“)
Volker Riechey (Dipl. Volkswirt, stellvertr. Vorsitzender des VCSH (Verband der Campingunternehmer in Schleswig-Holstein)
Moderation: Herbert Behrens (MdB)
15.30-16.00 Uhr Kaffepause
16.00- 17.00 Uhr Abschlussplenum mit Berichten aus den Foren







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Sozial. Ökologisch. Tourismus zwischen den Meeren
Samstag 17. März 2012, 11 bis 18 Uhr
Ort: Legienhof Kiel, Legienstraße 22
Als Referenten und Diskussionspartner haben ihre Teilnahme zugesagt:
Kornelia Möller, MdB
Herbert Behrens, MdB
Antje Jansen, MdL
Uli Schippels, MdL
Björn Thoroe, MdL
Finn Petersen, NGG, Arbeitsbedingungen im Schleswig-Holsteinischen Tourismussektor
Bernd Friedrichs, (Betriebsratsvorsitzender Scandlines Deutschland)
Peter Ninnemann (Sprecher „Allianz gegen die feste Fehmarnbelt-Querung)
Volker Riechey (Dipl. Volkswirt, Camping- und. Ferienpark-Unternehmer, stellvertr. Vorsitzender des VCSH ( Verband der Campingunternehmer in Schleswig-Holstein))
Anmeldung erforderlich!
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Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Tourismusfreundinnen und -freunde,
der Tourismus zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Schleswig-Holstein. Er trägt in hohem Maße zu Einkommen und Beschäftigung bei. Nicht nur die Hoteliers, Privatvermieter und Gastronomen profitieren vom Tourismus, auch Handel, Dienstleistungsgewerbe Verkehrsunternehmen und nachgelagerte Unternehmen, z.B. aus der Baubranche, generieren direkt oder indirekt Umsätze aus dem touristischen Geschehen.
Über 170.000 Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein sind direkt vom Tourismus abhängig. Diese Arbeitsplätze befinden sich zum Großteil im Niedriglohnbereich, sind oftmals saisonabhängig und von schlechten Arbeitsbedingungen geprägt. Schlagzeilen machten im letzten Sommer die Ausbildungsbedingungen im Hotel- und Gaststättengewerbe. Diese zeichnen sich durch viele und zudem unbezahlte Überstunden, oft unwürdige Behandlung von Auszubildenden und schlechte Bezahlung von Auszubildenden aus.
DIE LINKE tritt dafür ein, dass Arbeit gut bezahlt, befristete Arbeit zurückgedrängt und Arbeitsbedingungen durch die Aufsichtsbehörden besser kontrolliert werden. Wir fordern daher einen flächendeckenden Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde, die Einschränkung von Saisonverträgen und einen effektiven Arbeitsschutz in Schleswig-Holstein.
Die schleswig-holsteinische Tourismusstrategie richtet sich besonders an Besser- und Bestverdienende, an so genannte „Best Ager“, „anspruchsvolle Genießer“ und Familien mit höherem Einkommen. DIE LINKE will alle Bevölkerungsgruppen ansprechen. Wir stehen voll hinter dem Ethikkodex der UNWTO (Welt Tourismus Organisation), der das Recht jedes Menschen auf Urlaub fest schreibt! Wir wollen kostengünstige Angebote, wie Jugendherbergen statt 5-Sterne-Hotels durch das Land fördern lassen und wir wollen ökologische Tourismuskonzepte fördern, denn eine attraktive und intakte Natur ist entscheidend für die Urlaubswahl. Dies ist nur mit einer nachhaltigen Tourismusstrategie möglich
Für Unruhe in der vom Tourismus stark geprägten Region Ostholstein sorgt gerade der geplante Bau einer festen Fehmarn-Belt-Querung. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Region fürchten, dass durch die Umleitung des gesamten Güterverkehrs nach Skandinavien entlang der Bädertrasse die Attraktivität für Touristinnen und Touristen leiden könnte und Arbeitsplätze verlorengehen. DIE LINKE setzt sich für einen Ausstieg aus dem Staatsvertrag zum Bau dieses unsinnigen Großprojektes ein. Aktuell wird ein linker Antrag zum Ausstieg im Deutschen Bundestag behandelt.
Die Fraktion DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Parlament will auf dieser maritimen Tourismuskonferenz eine Bestandsaufnahme durchführen und mit Betroffenen und Interessierten über Konzepte für einen unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten ausgestalteten Tourismussektor zwischen den Meeren diskutieren.
Björn Thoroe, MdL